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Erbschaft nach dem Tod der Mutter

Erhalten Kinder beim Tod der Mutter einen Erbteil? Wenn ja, wie hoch ist der Erbteil der Kinder beim Tod der Mutter? Die Lösung auf diese Fragen erklären die Erbrechtsexperten von Harlander & Partner.

Das Erbrecht der Kinder beim Tod ihrer Mutter. Voraussetzungen und Höhe der Erbschaft beim Tod der Mutter. Jetzt Wunschtermin wählen:Kostenloses Erstgespräch

Erbrecht der Kinder

Kinder erhalten im Fall des Todes der Mutter automatisch eine Erbschaft. Diese kann einen Teil oder sogar das gesamte Erbe zu beinhalten.

Testament der Mutter

Sofern die Mutter ein Testament errichtet hat, kann sie ihre Kinder (zusätzlich) im Testament berücksichtigen. Auf diese Weise kann sie gemäß seinem letzten Willen bestimmte Quoten (z. B. Hälfte, Viertel) festlegen, die vom gesetzlichen Erbrecht (Pflichtteilsansprüche) abweichen.

Vermächtnis / Legat der Mutter

Weiterhin hat die Mutter die Möglichkeit, ihren Kindern als Vermächtnis einzelne (aufgeteilte) Gegenstände (z. B. Blumenvase) oder Rechte (z. B. Wohnrecht in seinem Haus) zu hinterlassen.

Schenkung auf den Todesfall durch die Mutter

Bei der Schenkung auf den Todesfall verspricht die Mutter ihren Kindern für den Fall ihres Ablebens die schenkungsweise Übertragung eines bestimmten Vermögensteils. Die Wirkung der Schenkung tritt erst mit dem Todesfall ein.

Im Gegensatz zu einer letztwilligen Verfügung durch ein Testament oder ein Vermächtnis, welche die Mutter jederzeit wieder abändern könnte, ist die Mutter durch die Schenkung auf den Todesfall jedoch auch selbst gebunden. Die Schenkung auf den Todesfall ist ein zweiseitig verbindlicher Vertrag, welcher einseitig nicht mehr widerrufen werden kann.

Berücksichtigt muss werden, dass Schenkungen zu Lebzeiten auf die Erbmasse angerechnet wird, sodass nicht bedachte Kinder im Wege des Pflichtteilanspruches einen Ausgleich erhalten.

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Pflegevermächtnis

Das Pflegevermächtnis ist ein gesetzliches Vermächtnis. Es beruht nicht auf einer letztwilligen Verfügung der verstorbenen Mutter, sondern ausschließlich auf Grundlage des Gesetzes.

Kinder haben Anspruch auf ein Pflegevermächtnis, wenn diese die Mutter wie folgt gepflegt haben:

Gesetzliche Erbefolge nach der Mutter

Sofern die Mutter kein Testament errichtet hat, kommt die gesetzliche Erbefolge zum Tragen. Kinder kommen nach der gesetzlichen Erbfolge immer als erste Begünstigte zu einem Erbanspruch. Der Anteil berechnet sich je nach Anzahl der Kinder. Prinzipiell gilt, Kinder erben zu gleichen Teilen. Adoptivkinder sind leiblichen Kindern dabei gleichgestellt.
Ist ein Ehegatte vorhanden, erbt dieser neben den Kindern grundsätzlich zu einem Viertel. Der Rest des Erbes wird unter den Kindern aufgeteilt.

Nacherbschaft

Bei einer Nacherbschaft setzt der Verstorbene eine weitere Person zum Erben ein, den Nacherben. Dieser erhält das Vermögen nach dem ersteingesetzten Erben.

Sofern die Mutter daher in einer früheren letztwilligen Verfügung als Erbe und die Kinder als Nacherben nach der Mutter bestimmt wurden, kommen die Kinder mit dem Tod der Mutter zum Zug. Je nach Art der Nacherbschaft erhalten diese dann das volle ursprüngliche Erbe oder nur den Teil, den die Mutter nicht verbraucht hat.

Ersatzerbschaft

Bei der Abfassung eines Testaments sollte immer ein Ersatzerbe benannt werden. Der Ersatzerbe kommt dann zum Zug, wenn der eingesetzte Erbe nicht erben kann oder die Erbschaft ausschlägt.

Wenn die Mutter daher jemanden, der bereits verstorben ist oder der das Erbe ausschlägt, als Erben und die Kinder als Ersatzerben eingesetzt hat, dann kommen diese mit dem Tod der Mutter ebenfalls zum Zug.

Höhe der Erbschaft

Die Höhe der Erbschaft bzw. die Höhe des Wertes, der den Kindern letztendlich bleibt, hängt nicht nur vom Vermögen der Mutter, sondern auch von der Anzahl der anderen Erben und Vermächtnisnehmer (nach einer letztwilligen Verfügung, wie Testament oder Erbvertrag).

Rechtsanwalt Sebastian Riedlmair Sebastian Riedlmair
Harlander & Partner Rechtsanwälte
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Zuletzt geändert: 14.06.2026
Autor RA Mag. Peter Harlander
Beruf: Rechtsanwalt, Equity-Partner
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Rechtsanwalt Peter Harlander ist Senior Partner der Harlander & Partner Rechtsanwälte GmbH sowie Mitgründer mehrerer Gesellschaften im legal tech Bereich. Seine Schwerpunkte liegen im Wirtschaftsrecht, Vertragsrecht, Wettbewerbsrecht, Markenrecht, Designrecht, IT-Recht, E-Commerce-Recht und Datenschutzrecht.

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